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Colour in Eyewear: Why We Choose What We Choose

Die Farbe einer Brillenfassung ist nie nur eine ästhetische Entscheidung. Sie ist eines der ersten Dinge, die wir wahrnehmen, wenn wir eine Brille betrachten, und insbesondere, wenn wir sie in einem Gesicht sehen. Bei Brillen können bereits wenige Zentimeter Acetat oder Metall die Wahrnehmung der Gesichtszüge verändern und zu einer eigenen Sprache werden.

Farbe als Ausdruck von Identität

Die Farbpsychologie zeigt, wie unterschiedliche Farbtöne die Wahrnehmung und Emotionen beeinflussen können. Bei Brillen wird Farbe jedoch noch persönlicher: Sie sitzt im Gesicht, rahmt die Augen ein und tritt mit Gesichtszügen, Haaren und persönlichem Stil in Wechselwirkung.

Eine schwarze Fassung kann einen Look grafischer und definierter wirken lassen, während ein warmer Farbton Kontraste weicher erscheinen lässt. Transparente Fassungen hingegen reduzieren tendenziell das visuelle Gewicht der Fassung und lassen dem Gesicht den Mittelpunkt.

Wir wählen also nicht einfach nur eine Farbe. Wir entscheiden auch, wie wir gesehen werden möchten.

Schwarz: definierend

Schwarz ist markant, klar und unmittelbar. Es schafft Kontrast und gibt den Augen einen präzisen Rahmen.

Die Carrera 309 807 Black interpretiert Schwarz in einer rechteckigen Acetat-Silhouette, während die 8000 Barto Black die Farbe in markanteren, retro-inspirierten Formen zur Geltung bringt. Unterschiedliche Ausdrucksformen, aber dasselbe Prinzip: Schwarz definiert.

Havana: wärmend

Von tiefem Braun bis hin zu Honigtönen bringt Havana Wärme und Sanftheit. Es ist eine Farbe, die in der Tradition des Acetats verwurzelt ist und dennoch ständig neu interpretiert wird.

Die Brunello Cucinelli BC3004 Black Havana kombiniert Schwarz und Havana zu einem raffinierten Kontrast, während die Bottega Veneta BV10320 002 Shiny Havana die Materialität und die leuchtende Qualität des Farbtons hervorhebt.

Havana ist gerade deshalb vielseitig, weil die Farbe klassisch, raffiniert oder modern wirken kann.

Transparent: Leichtigkeit

Transparente Fassungen verändern das Verhältnis zwischen Brille und Gesicht. Die Form bleibt wichtig, doch die Farbe lässt Licht hindurch und reduziert das visuelle Gewicht der Fassung.

Die Burberry BE2390 Transparent und die Dita Mann DTX102 Crystal Clear bieten zwei unterschiedliche Interpretationen derselben Idee: Leichtigkeit, ohne zu verschwinden.

Wenn die Farbe im Mittelpunkt steht

Rot, Blau, Grün, Violett: Kräftigere Farbtöne machen die Brille zu einem Statement.

Die Alain Mikli 3077 003 Red beispielsweise stellt die Farbe in den Mittelpunkt der Identität der Fassung. Die Gucci GG0025O 004 Red verfolgt einen stärker modeorientierten Ansatz, während die Off-White Style 7G Red die Farbe nutzt, um ihre Silhouette noch unverwechselbarer zu machen.

Hier ergänzt die Farbe nicht einfach die Form: Sie wird zur Form.

Eine Entscheidung zwischen Stil und Instinkt

Es gibt keine universell richtige Farbe. Die Wahl entsteht aus dem Zusammenspiel dessen, was uns gefällt, was uns steht und welches Bild wir vermitteln möchten.

Manchmal wählen wir die Farbe, die widerspiegelt, wer wir sind. Ein anderes Mal entscheiden wir uns für eine Farbe, die es uns ermöglicht, mit einer anderen Version unserer selbst zu experimentieren.

Das ist die Faszination von Brillen: Wir setzen eine Fassung auf, schauen in den Spiegel, und oft kommt das Gefühl vor der Erklärung.

Farbe ist eine visuelle Sprache von Stil, Persönlichkeit und Instinkt. Denn wenn wir eine Brille auswählen, entscheiden wir nicht nur, wie wir die Welt sehen möchten, sondern auch, wie die Welt uns sehen soll.